Hör- und Sprachprobleme: Was tun?

Sprach- und Hörstörungen können vielfältige Ursachen haben. Vor allem bei Kindern, die erst noch richtig sprechen lernen müssen, hängen die beiden oft zusammen. Auch Erwachsene werden oft jedoch unsicher, wenn ihnen auf einmal das auditive Feedback fehlt, da sie ihre eigene Stimme nicht mehr richtig hören. Darüber hinaus können Sprach- und Hörstörungen auch getrennt voneinander auftreten. Ein HNO-Arzt ist in beiden Fällen der richtige Ansprechpartner.

Vorübergehende Sprach- und Hörprobleme

Oft lassen sich, ohne großen Aufwand, vorübergehende Sprach- und Hörstörungen vom HNO behandeln: Sie müssen nicht von Dauer sein. Ein Pfropf aus Ohrenschmalz, der die Hörfähigkeit beeinträchtigt, kann bereits zu deutlichen Einschränkungen führen. In diesem Fall reicht es zum Teil bereits aus, wenn das Ohr vom Arzt professionell gereinigt wird. Allerdings ist die Lösung nicht immer so einfach. Der HNO-Arzt kann beispielsweise auch feststellen, ob eine Infektion vorliegt. Bei Störungen des Sprechens und Hörens bei Kindern untersucht der Mediziner unter Umständen auch, ob Stimmapparat und Gehör richtig entwickelt sind – denn auch angeborene Fehlbildungen fallen zum Teil erst im Lauf der ersten Lebensjahre auf.

Dauerhafte Störungen

Sprach- und Hörstörungen können leider auch von Dauer sein. Dann ist der Arztbesuch allerdings ebenfalls nicht vergeblich: Möglicherweise lassen sich Komplikationen (je nach Ursache) durch eine adäquate Behandlung verringern. Darüber hinaus kann der HNO-Arzt feststellen, ob beispielsweise eine Hörhilfe erforderlich ist oder ob Logopädie und andere Maßnahmen weiterhelfen können.

Zeitnah zum HNO-Arzt

Unabhängig vom Alter ist es wichtig, einen Besuch beim HNO-Arzt nicht zu lange aufzuschieben, wenn er notwendig ist. Insbesondere Infektionen können sich sonst leicht ausbreiten. Dann ist oft nicht nur ein Antibiotikum unumgänglich, sondern auch Schäden an den Sinnesorganen werden bei lange andauernden Infektionen wahrscheinlicher. Auch eine Überweisung vom Hausarzt oder von einem anderen Facharzt sollte nicht ungenutzt bleiben, sondern zeitnah genutzt werden.

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